Presseinformation

 

03.09.2018  -  München

TNS CONVERGENCE MONITOR 2018: Bewegtbild-Nutzung über das Internet steigt weiter – gleichzeitig behauptet sich das klassische Fernsehen

Onlinenutzer verbringen ein Viertel ihrer Internetzeit mit Videoinhalten / Mit Abstand am meisten wird immer noch lineares Fernsehen genutzt

  Presseinformation als PDF

  TNS CONVERGENCE MONITOR Bewegtbild Charts

Videoinhalte im Internet gewinnen weiter an Attraktivität: Von ihrem Online-Zeitbudget verwenden die Deutschen immer mehr Zeit für Bewegtbildangebote. Ein Viertel ihrer gesamten Internetnutzungsdauer verbringen die 14- bis 69-Jährigen damit. Im Vorjahr betrug der Anteil der Nutzung von Bewegtbild erst 22 Prozent, 2016 nur 15 Prozent.

Ein Viertel der Internetnutzung entfällt auf Videoinhalte. In der Altersgruppe 14-29 Jahre ist die Nutzung besonders ausgeprägt.

Die klassische, lineare Fernsehnutzung bleibt mit etwa drei Stunden pro Tag stabil und ist nach wie vor das mit großem Abstand am längsten genutzte Bewegtbildangebot. Das klassische TV hat auch immer noch die größte Gruppe exklusiver Nutzer: 42 Prozent nutzen für ihren Bewegtbildkonsum ausschließlich „Free TV“, die freie und flächendeckende Verfügbarkeit ist hierfür sicher ein wesentlicher Treiber.

Ebenfalls frei verfügbar und gern genutzt ist Online-Bewegtbild in Form von kurzen Videoclips und Videos über soziale Netzwerke, die im Gegensatz zum klassischen Fernsehen jedoch eher dem Bedürfnis spontaner und kurzfristiger Zerstreuung dienen. Gut jeder zweite 14- bis 69-Jährige sieht sich solche kurzen Videos, die zum Beispiel auf YouTube oder Facebook verfügbar sind, mindestens einmal im Monat an.

Ein Wachstumstrend zeigt sich mittlerweile auch bei bezahltem Content: Das Interesse an kostenpflichtigen Video-on-Demand Angeboten nimmt rasant zu: 2016 nutzten sieben Prozent mindestens einmal im Monat kostenpflichtige Inhalte, 2017 stieg der Anteil auf 13 Prozent und wächst aktuell auf 18 Prozent. Ihre Bereitschaft, für Video-on-Demand Geld auszugeben, begründen die meisten Befragten damit, zeitunabhängig und flexibel das ansehen zu können, was sie möchten. Eine besondere Anziehungskraft üben Serien aus: Mehr als die Hälfte hat eine Leidenschaft für Binge-Watching entwickelt, schätzt also die Möglichkeit, mehrere Folgen einer Serie am Stück sehen zu können. Für knapp die Hälfte ist das Angebot an Spielfilmen über Video-on-Demand ein wichtiges Nutzungsmotiv.

Mittlerweile nutzen 18 Prozent kostenpflichtiges Video-on-Demand. Hauptmotive sind Zeitunabhängigkeit und Binge-Viewing.

Auch die Gerätenutzung unterliegt bei Videoinhalten einem Wandel: Einerseits kommen verstärkt mobile Geräte wie Smartphone und Tablet zum Einsatz, anderseits wird das komfortable Zuschauererlebnis über den internetfähigen Fernseher, das Smart TV, immer beliebter. PC und Notebook werden zwar mit 45 Prozent noch immer am häufigsten für Video-On-Demand genutzt, zeigen aber als einzige Geräte mit zehn Prozentpunkten weniger als im Vorjahr eine rückläufige Nutzungsintensität.

Sämtliche Entwicklungstendenzen im Bereich Online-Bewegtbild treffen in noch größerem Maße auf die 14- bis 29-Jährigen zu: Diese verbringen nicht nur ein Viertel, sondern gleich mehr als ein Drittel ihrer Onlinezeit mit Videoinhalten. Jüngere nutzen vermehrt Videoclips und andere kostenlose Videoinhalte, aber auch bei Video-On-Demand liegen sie mit 32 Prozent mindestens monatlicher Nutzung deutlich höher als die Gesamtbevölkerung mit 18 Prozent.

Auch im Bereich Online-Kommunikation zeichnet sich ein Umbruch ab. Instant Messaging hat die sozialen Netzwerke überholt: Drei Viertel der Onliner verwenden nun mindestens einmal pro Monat WhatsApp und ähnliche Dienste. Dies entspricht einem Anstieg von zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen bleibt die Nutzung von Facebook und Co. mit 52 Prozent seit zwei Jahren stabil. Instant Messaging Dienste werden zudem intensiver frequentiert: Über 90 Prozent der WhatsApp Nutzer verwenden den Dienst täglich. Bei Facebook besuchen hingegen nur 57 Prozent der Mitglieder die Plattform täglich, nur noch 18 Prozent beteiligen sich dabei aktiv durch das Posten eigener Beiträge.

Bei der Nutzung von Instant Messaging fällt vor allem die homogene Altersstruktur auf, wie Petra Dittrich, Senior Director Media Research bei Kantar TNS, hervorhebt: „Wie bei der Bewegtbildnutzung messen wir prinzipiell bei fast allen von uns erhobenen Internetaktivitäten eine deutlich höhere Aktivität in den jüngeren Bevölkerungsgruppen. Die Kommunikation über WhatsApp macht hier eine Ausnahme: Es ist ein Medium für jedermann und verknüpft auch die Generationen untereinander. Prinzipiell können wir in diesem Jahr über alle Altersgruppen hinweg feststellen, dass sich die Kommunikation weg von Social Media hin zu mehr privater, zielgerichteter Kommunikation bewegt.“

Diese und weitere Ergebnisse finden sich in der elften Auflage der Forschungsreihe TNS CONVERGENCE MONITOR, einer Gemeinschaftsstudie von ARD-Werbung SALES & SERVICES, Discovery, Mediengruppe RTL und ZDF. Die repräsentative Untersuchung bietet einen fundierten Überblick über die Verbreitung konvergenter Techniken für Telekommunikation, Internet und Medien sowie Einstellungen und Interessen der Konsumenten.

Informationen zum TNS CONVERGENCE MONITOR
Für den TNS CONVERGENCE MONITOR 2018 wurden insgesamt 1.535 Personen im Alter von 14 bis 69 Jahren in Deutschland befragt. Die Befragung ist repräsentativ für die deutschsprachige Wohnbevölkerung zwischen 14 und 69 Jahren in Privathaushalten in Deutschland und wurde in Form von persönlich-mündlichen Interviews (CAPI) im April und Mai 2018 durchgeführt. Der TNS CONVERGENCE MONITOR vermittelt neben der aktuellen und potenziellen Nutzung von Medien- und Telekommunikationsdienstleistungen wichtige Einblicke zu Themen und Trends rund um das Thema Konvergenz aus Kundensicht. Schwerpunkte waren u.a. Smart TV, On-Demand Nutzung von Videoinhalten, mobile Internetnutzung/ Smartphones und Zeitbudgets für die Nutzung von Fernsehinhalten und Internet.

Über Kantar TNS
Kantar TNS ist eines der weltweit führenden Marktforschungsunternehmen mit Experten in über 90 Ländern. Wir liefern handlungsorientierte Erkenntnisse und Empfehlungen und helfen unseren Auftraggebern dadurch, die richtigen und relevanten Entscheidungen zu treffen und Wachstum zu erzielen. Mit unserer Expertise in den Bereichen der Produktinnovation, Marke und Kommunikation, Shopper und Kundenbeziehungsmanagement unterstützen wir unsere Kunden dabei, die für Wachstum in deren Geschäftsfeldern relevanten Themen zu identifizieren, zu optimieren, zu gestalten. Kantar TNS ist ein Unternehmen der Kantar Gruppe. Weitere Informationen unter www.kantartns.de

Über Kantar
Kantar ist einer der weltweit führenden Anbieter von Daten, Erkenntnissen und Beratungsleistungen. Gemeinsam decken wir mit unseren spezialisierten Marken und rund 30.000 Mitarbeitern das gesamte Spektrum an Forschungs- und Beratungs-Dienstleistungen ab und liefern unseren Kunden in 100 Ländern inspirierende Erkenntnisse und Strategieempfehlungen. Kantar ist Teil von WPP und Kantar Dienstleistungen werden von über der Hälfte der Fortune Top 500-Unternehmen in Anspruch genommen. Weitere Informationen unter www.kantar.com

 

Kontakt und weitere Informationen:
Sarah Pleger
Consultant Media Research
t    +49 89 5600 1554
e   sarah.pleger@kantartns.com

 

Kantar Shared Services GmbH & Co. KG
Sitz / Registered in: München, AG München – HRA 102519
deren pers. haft. Ges. / pers. liable partner: WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt a.M., AG Frankfurt a.M. – HRA 47365
Geschäftsführer / Managing Directors: Marcus Andriessen, Volker Franz, Helmut Hechler, Richard Karpik, Frank Paule, Hartmut Scheffler, Dr. Stefan Stumpp
Umsatzsteuer-ID-Nr. / VAT-Number: DE 296111349

Kantar TNS unterstützt die Initiative Markt- und Sozialforschung

Als Sag ja zu Deutschlands Markt- und SozialforschungJournalist/in wissen Sie, wie wichtig verlässliche Quellen und auskunftsbereite Personen sind. Ebenso wichtig sind valide Daten für Unternehmensentscheidungen, zum Beispiel wenn es um die Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen geht. Diese Daten werden von der Marktforschung durch qualifizierte Bevölkerungsbefragungen gewonnen, natürlich unter Wahrung von Datenschutz und Anonymität. Vielen Menschen ist das leider nicht bewusst. Sie verwechseln Markt- und Sozialforschungsbefragungen mit Verkaufsgesprächen. Langfristig leidet darunter die seriöse Markt- und Sozialforschung. Um die Teilnahmebereitschaft bei Befragungen zu erhöhen, starteten die Marktforschungsverbände ADM, ASI, BVM und DGOF im Oktober 2010 mit der Initiative Markt- und Sozialforschung eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit. Über Ihre Unterstützung unserer Aufklärungsarbeit würden wir uns freuen! Näheres unter www.deutsche-marktforscher.de

 
 

PR Kontakt

Kontakt
Melanie Arens

Public Relations
Social Media
t+49 521 9257 681
Anfrage senden

Kontakt
Beatrice Richert

Public Relations
Social Media
(in Elternzeit)