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11.05.2015  -  München

Onlinekäufer von Autoteilen sind nicht immer willkommene Kunden in Autowerkstätten

„AutoTeileOnlineMonitor“ (ATOM): Jeder vierte Autofahrer bereits mit seinem Wunsch gescheitert, ein im Internet beschafftes Autoteil von einer Werkstatt einbauen zu lassen / Viele Werkstattbetriebe treffen Sondervereinbarungen für den Einbau von Autoteilen, die der Kunde selbst beschafft hat

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In Deutschland haben in 2014 sechs Millionen Autofahrer Ersatz- und Zubehörteile für ihr Fahrzeug im Internet gekauft. Rund 50 Prozent dieser Onlinekäufer bauen ihre Autoteile nicht selbst ein, sondern gehen dafür auf Werkstattsuche. Nicht selten treffen Autoteile-Onlinekäufer auf Betriebe, die ablehnend reagieren: 35 Prozent sahen sich bereits mit Werkstätten konfrontiert, die das mitgebrachte „Fremdteil“ nur mit wenig Begeisterung eingebaut haben. 26 Prozent wurden sogar von einer Werkstatt abgewiesen. In jedem dritten Fall wurde der Betroffene ohne Begründung abgewiesen.

Chart zum AutoTeileOnlineMonitor 2014

Fand der Autoteile-Onlinekäufer schließlich eine Werkstatt, die den Einbau des Fremdteils übernahm, so kommt es bei rund 50 Prozent dieser Aufträge zu Sondervereinbarungen, die in der Regel Garantie und Haftung einschränken. In etwa jedem sechsten Fall wurden aber auch höhere Stundensätze bzw. Einbaupreise vereinbart. Zwischen den einzelnen Werkstatttypen gibt es dabei Unterschiede: In freien Werkstätten ist der Einbau von Fremdteilen für den Kunden in etwa 40 Prozent der Fälle mit Sondervereinbarungen verbunden. Bei Vertragswerkstätten liegt dieser Anteil mit nahezu 60 Prozent deutlich höher und bei Werkstattketten sogar bei fast 70 Prozent.

Zu diesen Ergebnissen kommt das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen TNS Infratest in der neuesten Ausgabe seines „AutoTeileOnlineMonitor“ (ATOM). Mit diesem Monitoringsystem analysieren die Automobilmarktforscher von TNS Infratest kontinuierlich den Endkunden-Onlinemarkt für Autoteile sowie Werkstattleistungen in Deutschland.

Die Anzahl an Autofahrern, die Autoersatz- und Zubehörteile online kaufen, nimmt in Deutschland kontinuierlich zu. Im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent. „In der Folge werden Werkstätten immer häufiger damit rechnen müssen, dass ihre bisherigen Kunden Autoteile auch selbst beschaffen und nur noch einbauen lassen möchten“, prognostiziert Michael Plotegher, Senior Director Automotive bei TNS Infratest.

Für die Beschaffung von Autoteilen erscheinen Werkstätten dem digitalen Kunden aktuell nicht sehr attraktiv: Zwar holt sich rund ein Drittel der Autoteile-Onlinekäufer und Einbaukunden ein entsprechendes Angebot auch bei seiner Werkstatt ein. Am Ende findet der Kauf aber beinahe ausschließlich über Internetportale oder spezialisierte Online-Autoteile-Shops statt. Bei der Suche nach einem solchen Internetangebot nutzt mit 15 Prozent nur eine Minderheit der Onlinekäufer auch die Websites von Werkstätten. Wenn es schließlich um den Einbau des selbst beschafften Autoteils geht, nutzt immerhin rund die Hälfte der betroffenen Autofahrer die Werkstatt, die üblicherweise angesteuert wird. Die Übrigen aber wechseln zu einer anderen Werkstatt, die entweder günstiger, terminlich flexibler, freundlicher oder überhaupt grundsätzlich zum Einbau des Fremdteils bereit ist.

Neben abnehmenden Service- und Reparaturmöglichkeiten aufgrund steigender Fahrzeugqualitäten und verlängerter Serviceintervalle, verändert auch die zunehmende Digitalisierung des Handels mit Autokomponenten und Werkstattleistungen das Servicegeschäft in Deutschland nachhaltig. Soweit Werkstätten die damit verbundenen Möglichkeiten optimal ausschöpfen möchten, benötigen sie eine passende Geschäftsstrategie. „Diese kann sich allerdings nicht in einzelnen Bausteinen wie z.B. der Optimierung von Suchmaschinenmarketing, Social Media-Aktivitäten oder dem eigenen Internetauftritt erschöpfen“, so Plotegher. Sie sollte vielmehr als eine umfassende, integrative Marketingstrategie verstanden werden, mit passenden Angeboten und Services – online wie offline - für eine zunehmend digitale Kundschaft.

Hintergrundinformationen
Der AutoTeileOnlineMonitor (ATOM) von TNS Infratest analysiert den privaten Autoteilehandel im Internet in Deutschland und wird einmal pro Jahr durchgeführt. Marktgröße und Marktpotenziale, Einkaufsverhalten, Bekanntheit und Auswahl von Online-Shops sowie Kundenanforderungen der Generation Web 2.0 und  Performance der Online-Shops aus Kundensicht sind die inhaltlichen Schwerpunkte der ATOM-Studie. Über Spezialteile werden zudem weitere Fragen rund um die Themen Auto und Autoservice online beantwortet. TNS Infratest Automotive führte hierfür Ende 2014 n=1.200 repräsentative Online-Interviews davon 801 Interviews mit Online-Teilekäufern - in Deutschland durch. Rekrutiert wurden die Untersuchungsteilnehmer aus dem Online Access Panel von TNS.

Die ATOM-Studie ist als Gemeinschaftsstudie angelegt und bietet Interessenten auch die Möglichkeit, über die Inhalte mitzubestimmen bzw. eigene Fragen einzuschalten. Für weitere Informationen zum Bezug des AutoTeileOnlineMonitors von TNS Infratest wenden Sie sich bitte an den unten genannten Kontakt.

Zu TNS Infratest
TNS Infratest ist das deutsche Mitglied der TNS-Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einem der führenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmen der Welt. TNS, das mit Research International im Februar 2009 fusionierte, ist seit Oktober 2008 Teil der Kantar-Group, dem weltweit größten Netzwerk in den Bereichen Research, Insight und Consultancy. Für Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, IT-/(Tele-) Kommunikation und Neue Medien, Finanzforschung, Konsumgüter, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS Infratest „fact based consulting" und damit den innovativen Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit. Weitere Informationen unter www.tns-infratest.com 

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Kantar ist eines der führenden Marktforschungs- und Consulting-Netzwerke der Welt. Mit der gebündelten Expertise und Kompetenz seiner 13 spezialisierten Unternehmen verfolgt Kantar das Ziel, für nationale und internationale Auftraggeber weltweit der Premium-Anbieter für strategisches Wissen und inspirierende Insights zu sein. Über 28.000 Mitarbeiter in rund 100 Ländern bearbeiten das ganze Spektrum an Forschungs- und Beratungsdisziplinen und können so ihren Kunden in jeder Phase des Konsumenten-Zyklus die wettbewerbsentscheidenden Informationen bereitstellen. Mehr als die Hälfte der Fortune Top 500-Unternehmen sind Kantar-Kunden. Weitere Informationen finden Sie unter www.kantar.com
 

Kontakt und weitere Informationen:
Michael Plotegher
Senior Director Automobilmarktforschung
t +49 (0)89 5600 1595
e michael.plotegher@tns-infratest.com
www.tns-infratest.com


TNS Infratest unterstützt die Initiative Markt- und Sozialforschung

Als Sag ja zu Deutschlands Markt- und SozialforschungJournalist/in wissen Sie, wie wichtig verlässliche Quellen und auskunftsbereite Personen sind. Ebenso wichtig sind valide Daten für Unternehmensentscheidungen, zum Beispiel wenn es um die Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen geht. Diese Daten werden von der Marktforschung durch qualifizierte Bevölkerungsbefragungen gewonnen, natürlich unter Wahrung von Datenschutz und Anonymität. Vielen Menschen ist das leider nicht bewusst. Sie verwechseln Markt- und Sozialforschungsbefragungen mit Verkaufsgesprächen. Langfristig leidet darunter die seriöse Markt- und Sozialforschung. Um die Teilnahmebereitschaft bei Befragungen zu erhöhen, starteten die Marktforschungsverbände ADM, ASI, BVM und DGOF im Oktober 2010 mit der Initiative Markt- und Sozialforschung eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit. Über Ihre Unterstützung unserer Aufklärungsarbeit würden wir uns freuen! Näheres unter www.deutsche-marktforscher.de

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