Presseinformation

 

27.04.2005  -  Berlin / München

Deutsche haben gespaltenes Verhältnis zur EU-Osterweiterung

TNS Infratest Studie ein Jahr nach der EU-Osterweiterung / Bundesbürger befürworten mehrheitlich „intensive Zusammenarbeit

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Nach einem Jahr Erfahrung mit der Osterweiterung fällt die Sicht der Deutschen nicht mehr ganz so kritisch aus wie noch am Vorabend der Erweiterung der Europäischen Union am 1. Mai 2004. Allerdings bleibt die Aufnahme der ost- und mitteleuropäischen Länder weiter umstritten, wenn 42 Prozent der Bundesbürger Deutschland als langfristigen Nutznießer betrachten, dennoch 43 Prozent davon überzeugt sind, dass die Bundesrepublik aus der Erweiterung Schaden nehmen wird. Anders als in den alten Bundesländern, wo sich Skepsis und Zuversicht mittlerweile die Waage halten (43:43 Prozent), überwiegen in den neuen Bundesländern nach wie vor die Bedenken gegenüber der Erweiterung (44:38 Prozent).

Zwar sind die Sorgen mit Blick auf die Osterweiterung in fast allen Bevölkerungssegmenten zurückgegangen, weite Teile der Bevölkerung melden jedoch unverändert Vorbehalte an. Insbesondere die Gruppe der Arbeitslosen sowie die der (Industrie-)Arbeiter befürchten überdurchschnittlich häufig dauerhaft negative Folgen für die Bundesrepublik. Demgegenüber sind unter den Bundesbürgern mit Abitur und bei den Besserverdienenden besonders viele davon überzeugt, dass sich die Erweiterung letztlich für Deutschland rechnen werde.

EU-Osterweiterung: Risiken und Chancen

Der größte Erweiterungsschritt in der Geschichte der Europäischen Gemeinschaft weckt unter den Bundesbürgern auch nach einem Jahr vor allem ökonomische Erwartungen – in positiver wie negativer Hinsicht. Unter den skeptisch eingestellten Bundesbürgern rechnen mittlerweile fast acht von zehn mit langfristig kritischen Folgen für die heimische Wirtschaft bzw. die Arbeitsplätze in Deutschland: 37 Prozent sorgen sich um einen beschleunigten Arbeitsplatzabbau zugunsten der neuen EU-Länder, 33 Prozent um einen harten Kostenwettbewerb und sieben Prozent sehen die in Deutschland bestehenden Standards bei Löhnen und Sozialleistungen dauerhaft unter Druck. Während damit Befürchtungen wirtschaftlicher Art zugenommen haben, spielen Ängste um die Erweiterungskosten (13 Prozent) und Sorgen um die innere Sicherheit (neun Prozent) bzw. um einen ungebremsten Zuzug aus den neuen EU-Staaten (15 Prozent) eine erkennbar geringere Rolle als noch unmittelbar vor der Erweiterung.

Die Erweiterungsbefürworter unter den Bundesbürgern sehen die Vorteile für Deutschland dagegen genau dort, wo die Kritiker die größten Gefahren ausmachen: im ökonomischen Bereich. Wer die Osterweiterung begrüßt, erwartet in erster Linie neue Absatzmöglichkeiten für die heimische Wirtschaft sowie Erleichterungen für deutsche Investitionen (66 Prozent). Fragen der Länderverständigung oder kulturelle Aspekte spielen dagegen eine deutlich geringere Rolle (jeweils 14 Prozent), ebenso sicherheitspolitische Erwägungen (zehn Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr werden wirtschaftliche Vorteile etwas seltener genannt (minus acht Punkte), im Gegenzug spielen Argumente der kulturellen Bereicherung (plus fünf Punkte) und der besseren Verständigung (plus vier) eine größere Rolle.

Ländersympathien: Ungarn am beliebtesten

Auch wenn die Bundesbürger die Osterweiterung selbst nicht euphorisch begrüßen, ihre Sicht auf die acht im vergangenen Jahr neu hinzu gekommenen EU-Länder Ost- und Mitteleuropas fällt positiv aus und hat sich auch durchweg verbessert. Die größten Sympathien genießt erneut Ungarn. Auf einer Skala, auf der die Sympathie bzw. Antipathie durch Werte von plus 5 und minus 5 ausgedrückt werden konnte, schneidet das ehemalige Ostblockland mit einem Durchschnittswert von 2,5 am besten ab. Den zweiten Rang belegen Tschechien sowie Lettland (jeweils 1,7), gefolgt von Estland (1,6), Litauen (1,4) und Slowenien (1,2). Die im Vergleich geringsten Sympathien unter den Beitrittsländern von 2004 ziehen die Slowakei und Polen (jeweils 1,1) auf sich, allerdings hat gerade Polen gegenüber dem letzten Jahr (+0,6) deutlich an Zuspruch hinzugewinnen können.

Im Vergleich zu den im vergangenen Jahr aufgenommenen EU-Staaten können die für nächste Erweiterungsschritte gehandelten Kandidaten bei den Bundesbürgern durchweg weniger punkten. Bulgarien, dessen EU-Beitritt für 2007 geplant ist, erfährt mit einem durchschnittlichen Sympathiewert von 0,7 noch mit den größten Zuspruch. Die Ukraine (0,5), die nach den innenpolitischen Veränderungen ebenfalls auf eine EU-Mitgliedschaft hofft, liegt hinter Bulgarien. Am größten aber fallen die Vorbehalte der Deutschen gegenüber der Türkei (0,2) und dem zweiten Beitrittskandidaten von 2007 Rumänien (0,1) aus.

Ukraine und Türkei: Intensivere Zusammenarbeit wird einer EU-Mitgliedschaft vorgezogen

Angesichts der weit verbreiteten Skepsis gegenüber dem Erweiterungsschritt vom letzten Jahr und den Sympathievorbehalten gegenüber den nächsten Beitrittskandidaten überrascht es nicht, dass die Deutschen die Intensivierung bestehender Beziehungen lieber sähen als eine fortgesetzte Ausdehnung der Europäischen Union: Mit Blick auf die Türkei geben 75 Prozent der Entwicklung guter Beziehungen den Vorrang, 22 Prozent einer formalen EU-Mitgliedschaft der Türkei. Ähnlich fällt das Bild für die Ukraine aus. Hier ziehen 71 Prozent eine verbesserte Zusammenarbeit der Aufnahme des Landes in die EU (23 Prozent) vor.

Hintergrundinformationen Für die repräsentative Untersuchung hat TNS Infratest am 12. und 13. April 1.000 Wahlberechtigte in Deutschland befragt. Die Befragung wurde als computergestützte Telefonerhebung (CATI) angelegt. Die Auswahl der Zielpersonen erfolgte als repräsentative Zufallsauswahl. Bei der Auswahl der Zielhaushalte kam das random-digit-dialing-Verfahren zur Anwendung, bei der Auswahl der Zielpersonen im Haushalt der so genannte Schwedenschlüssel. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine Verallgemeinerung der ermittelten Befunde auf die Gesamtheit aller Wahlberechtigten bei einer Fehlermarge von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.

Die Ergebnisse des Informationsdienstes zum Meinungsbild in Deutschland, „TNS Infratest Trendletter: Ein Jahr EU-Osterweiterung“, April 2005, können im Internet unter www.tns-infratest.com inklusive Ergebnisgrafiken heruntergeladen werden.

[1] Die Ländersympathie gegenüber Kroatien, dessen EU-Beitritt ebenfalls diskutiert wird, wurde nicht erhoben.

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